Wenn man behauptet, dass das Thema oder die Idee von Arzach auf einer „Logik des Konflikts“ beruht, folgt daraus, dass Gespräche über Arzach oder die Aufrechterhaltung dieser Idee im öffentlichen Diskurs als ein Faktor wahrgenommen werden, der zur Verlängerung des Konflikts beiträgt, und ein Bürger von Arzach, der die Wiederherstellung seiner natürlichen Rechte wünscht und fordert, als Konfliktstifter betrachtet wird.

„So entstanden der Faschismus, der Nationalsozialismus und der Kommunismus. Von einem gemäßigten Autoritarismus bis hin zu einem brutalen Totalitarismus, und das alles im Namen des Volkes“, schreibt der Politikwissenschaftler Vladimir Martirosyan auf seiner Facebook-Seite.

„Kein Regime in der Geschichte hat jemals mit Panzern, Lagern oder einer geschlossenen Diktatur begonnen.

Alle begannen mit einem kleinen, scheinbar unbedeutenden Schritt, als der Staat anfing zu entscheiden, was man denken und sagen durfte und welche Themen tabu waren.

Wenn die Regierung beginnt, den Bereich der erlaubten und verbotenen Ideen nach ihren eigenen Interessen abzugrenzen, entsteht genau in diesem Moment das gefährliche politische Phänomen, das die Geschichte später als Faschismus bezeichnet hat. Die Äußerungen des armenischen Premierministers in den letzten Tagen spiegeln keine individuellen politischen Positionen wider, sondern einen tiefgreifenden Wandel im Denken des Staates.“

Das Problem liegt also nicht in einer Erklärung, einem Rücktritt oder einem einzelnen politischen Vorfall. Das Problem ist, dass diese Logik, wenn sie nicht rechtzeitig gestoppt wird, unweigerlich auf denselben Weg führt, den schon viele Gesellschaften eingeschlagen haben.

Dieser Weg lässt sich in der Geschichte ganz einfach nachvollziehen.

So ist der Faschismus entstanden.

Hauptquelle: antifake.am